Warum brauchen wir Bewegungsergonomie?

4 gute Gründe!

1. Grund: spontane biomechanische Überlastung!

Viele Verletzungen (ohne Fremdeinwirkung) passieren plötzlich in unvorbereiteten und ungünstigen Körperhaltungen. Beispiel: Das Heben eines schweren Gegenstandes in gekrümmter Körperhaltung. "Bandscheiben-Vorfall" oder "Kreuz verrissen" lautet danach oft die medizinische Diagnose. Die Bewegungsergonomie hilft schon im Vorfeld, damit es dazu erst gar nicht kommt.

2. Grund: biomechanische Überlastung nach und nach!

Viele Bewegungen können den Körper kurz- oder langfristig überlasten und Schmerzen verursachen. Sie tragen viele Namen: "Läuferknie", "Mausarm" oder "Steifer Nacken" ... Meist werden die Folgen von den behandelnden Ärzten und Physiotherapeuten ausgezeichnet behandelt. Jedoch begeben wir uns meist wieder in eine ähnliche Situation ohne die Ursachen verändert zu haben. Früher oder später sind wir dann wieder beim Arzt und beim Physiotherapeuten und die Behandlung erfolgt von Neuem. Um aus diesem Kreislauf auszusteigen und die Schädigungen nicht voran zu treiben, gibt es die Möglichkeit einer bewegungsergonomischen Bewegungsanalyse und ein sanftes Training auf Basis dieser Analyse.

3. Grund: einseitige Bewegung!

Kette reißtDie Kette reißt beim schwächsten Glied! Wenn wir uns durch unser Berufs- und Freizeitverhalten sehr einseitig bewegen, dann stärken wir nur wenige Glieder dieser Kette. Wenn wir unsere Kette ausgeglichen bewegen und damit trainieren, ist sie gleichmäßig stark und wir fühlen uns rundum wohl. Die Bewegungsergonomie kümmert sich um alle Glieder der Kette!

4. Grund: fehlende Fitness - use it or loose it, es ist nie zu spät wieder anzufangen!

Nicht nur ein bewegungsarmer Lebensstil trägt zur fehlenden Fitness bei, sondern auch der rund um das 30. Lebensjahr einsetzende biologische Abbau der Muskulatur, genannt Sarkopenie. Die Muskelmasse reduziert sich z.B. ab dem 50. Lebensjahr sogar um 1-2% pro Jahr.*
Die gute Nachricht: Muskulatur kann in jedem Alter trainiert und aufgebaut werden. Ein 70jähriger kann bei entsprechendem Training die gleichen Muskeln haben wie ein 40jähriger.

Es ist deshalb nicht nur beim Sport und bei wiederkehrenden Verletzungen ratsam, eine bewegungsergonomische Analyse durchzuführen, sondern auch sich dahingehend beraten zu lassen!

*Dirks & Leeuwenburgh, Deutsche Zeitschrift für Sportmedizin (2005)